Dennis Deutschkämer

Technischer Rückschritt in der Consumer Elektronik

Ich veröffentliche eine Hausarbeit, welche ich damals, im Rahmen meines Studiums, im Fach „Wissenschaftliches Arbeiten und Methoden (WAM)“ an der Hochschule Osnabrück, geschrieben haben.

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Fakultät

Ingenieurwissenschaften und Informatik

 

Wissenschaftliches Arbeiten und Methoden

 

 

Hausarbeit über das Thema:

Technischer Rückschritt in der Consumer Elektronik

 

 

 

 

 

 

Autor: Dennis Deutschkämer
Abgabedatum: 11.02.2013

 

I Kurzfassung

 

Von der einfachen Verschlechterung der Geräte, über die ökologischen Folgen bis hin zur Entmündigung der Menschen, hat technische Rückentwicklung viele Facetten.

Es soll auf die wirtschaftlichen Gründe, die Sicht des Menschen auf die Technik und Probleme dieser Entwicklung eingegangen werden.

Dabei werden einige Konkrete Beispiele genannt, an denen man eine „nicht verbraucherorientierte“ Entwicklung in der Technik vor Augen führen kann.

Am Ende sollen einige Lösungsansätze aufgezeigt werden, damit der „technische Rückschritt“ gebremst werden kann. Es geht darum, Geräte wieder verbraucherorientiert zu Entwerfen und den Menschen wieder seine Mündigkeit zuzugestehen.

 

Inhalt

I    Kurzfassung

1    Einleitung

1.1    Beispiele

1.1.1    Nicht verbraucherorientierte Entwicklung

1.1.2    Geplante Obsoleszenz

1.1.3    Gerätehoheit

2    Nicht verbraucherorientierte Entwicklung

2.1    Gegenläufige Entwicklung

2.2    Proprietäre Hardware

2.3    Design over Function

3    Obsoleszenz

3.1    Geplante Obsoleszenz.

3.2    Mentale Obsoleszenz

4    Gerätehoheit

4.1    Gründe

4.1.1    Hardware

4.1.2    Software

5    Ökologische Folgen

6    Zusammenfassend

7    Lösung der Probleme

7.1    Auflagen

7.1.1    Wirtschaftsinterne

7.1.2    Staatliche

7.2    Seitens der Verbraucher

7.2.1    Crowdfunding

7.2.2    OpenSource

7.2.3    Der Verbraucher

8    Erklärung

9    Literaturverzeichnis

 

 

 

1    Einleitung

Es lassen sich viele Sachverhalte unter einem „technischen Rückschritt“ verstehen.

Das Wort „Rückschritt“ steht in der Technik symbolisch dafür, wenn ein Gerät „schlechter“ ist, als eines der vorangegangen Generation.

Da das Wort „schlecht“ ein sehr subjektiv geprägtes Wort ist, ist auch das Empfinden in der Technik sehr subjektiv.

Menschen sehen potentielle Verbesserungen erst dann, wenn sie ihnen in konkreten Umsetzungen veranschaulicht werden. Umgangssprachlich wird dafür häufig das Sprichwort „Was der Kunde nicht weiß, macht ihn nicht heiß.“ verwendet.

Eine klare Informationspolitik, über die Verarbeitung, Herkunft von Rohstoffen, Arbeitsbedingungen bei der Produktion, Kompatibilität mit den Produkten anderer Hersteller und die Fähigkeit über das Austauschen von einzelnen Komponenten findet nicht statt.

 

 

 

 

1.1  Beispiele:

1.1.1 Nicht verbraucherorientierte Entwicklung

Hersteller verbauen vom Standard abweichende Schnittstellen, damit Kunden auch nur das dafür vorgesehene Zubehör verwenden.

Dabei werden selbst in aufeinanderfolgenden Generationen eines Herstellers zueinander inkompatible Schnittstellen verbaut.

1.1.1.1        Konkretes Beispiel:

Die Firma Asus verbaut in seinen Laptops eine proprietären Mini-VGA Buchse, welche von dem Standard Mini-VGA abweichend ist und das Aussehen vom Mini-Displayport hat.

Die Begründung seitens Asus für das Verbauen von Mini-VGA ist, dass Asus erkannt haben soll, dass viele öffentliche Einrichtungen VGA zum Ansteuern von Beamern verwenden, und man nicht will, dass ein Adapter zusätzlich zum Gerät mitgeführt werden muss.

Ein Adapter ist, egal ob es sich um Mini-VGA oder Mini-DP handelt, so oder so mitzuführen.

 

1.1.2 Geplante Obsoleszenz

Geräte werden so gebaut, dass sie nach einer geplanten Lebensspanne nicht mehr funktionstüchtig sind. Hersteller verbauen software- und/oder hardwareseitige Mechanismen, welche die Geräte für den Kunden unbrauchbar erscheinen lassen.

1.1.2.1        Konkretes Beispiel:

Tintenstrahldrucker oder Beamer besitzen einen internen Zähler, der nach einer, vom Hersteller bestimmten Betriebszeit, einen Fehler des Geräts meldet und die Funktion einstellt.

 

1.1.3 Gerätehoheit

Sehr viele Geräte werden heute so gebaut, dass sich seitens des Kunden keine Komponenten mehr austauschen lassen. Nach einem Defekt von nur einer Komponente muss das gesamte Gerät ausgetauscht werden.

Eine ähnliche Entwicklung findet bei der Software statt, die mit dem Gerät ausgeliefert wird. Ein austauschen der Software ist häufig nicht möglich oder es verfällt gar die Garantie für das gesamte Gerät.

 

 

 

 

 

2    Nicht verbraucherorientierte Entwicklung

In vielen technischen Bereichen findet heute eine Stagnation der Entwicklung statt.

Sehr gut lässt es sich an Displayauflösungen der letzten zehn Jahre in vier unterschiedlichen Geräteklassifikationen zeigen:

 

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Diagramm basiert auf eigenen Recherchen

 

Dadurch leidet die Akzeptanz von Technologie. Wenn z.B. kleine Texte auf Bildschirmen schlecht oder nur schwer lesbar sind, wird auf „klassische Medien“ zurückgegriffen.

 

 

2.1  Gegenläufige Entwicklung

Unter einer gegenläufiger Entwicklung versteht man, dass die Hardware andere Ziele als die Software verfolgt.

Auch das lässt sich sehr gut anhand von Bildschirmen vergleichen, dieses Mal am Seitenverhältnis:

osna3osna4

Bilder sind Eigenanfertigung

Das Seitenverhältnis der Monitore ist über die Jahre vertikal schmaler geworden   (5:4 | 16:10 | 16:9 | 21:9) wohingegen für Internetseiten oder Office Anwendungen vertikal mehr Platz benötigen wird (siehe Abbildungen).

Der Grund liegt darin, dass mehr Panel aus einem Substrat geschnitten werden können und somit die Kosten reduziert werden.

 

 

 

2.2  Proprietäre Hardware

Wenn ein Hersteller, ohne für den Verbraucher erkennbaren Vorteil, proprietäre Schnittstellen verbaut, versucht der Hersteller den Kunden an das Produkt/Konzept zu binden.

Der Kunde muss dann von dem Hersteller angebotenes Zubehör kaufen, um ggf. Kompatibilität mit Geräten anderer Hersteller zu gewährleisten.

Das wechseln des Herstellers ist Häufig mit dem Wechsel von weiteren Geräten verbunden, da die Komptabilität in der Regel nicht mehr gegeben ist.

 

2.3  Design over Function

Von „Design over function“ spricht man, wenn das Design (Aussehen) eines Gerätes nicht mehr auf die Funktionen abgestimmt wird (Design Follows Function), sondern Funktionen aufgrund des Designs nicht verbaut werden.

Es kommt vor, das Anschlüsse schwer zu erreichen sind oder sogar die grundlegende Funktionalität des Geräts, in vielen Fällen, nicht mehr gewährleistet werden kann (unterdimensionierte Kühlkörper etc…).

 

 

 

 

3    Obsoleszenz

Es gibt heute unterschiedliche Gründe, die die Lebensspannes eines Gerätes festlegen. Zwei sehr wichtige versuchen aber das „vorzeitige Ableben“ zu beschreiben.

Unter dem vorzeitigem Ableben, versteht man einerseits, wenn ein Gerät noch Problemlos funktioniert, es jedoch gegen ein neues Ersetzt wird (Mentale Obsoleszenz), andererseits, wenn ein Gerät geplant funktionsuntüchtig wird (Geplante Obsoleszenz).

3.1  Geplante Obsoleszenz

Geplante Obsoleszenz wird von Firmen in verschiedenen Branchen unterschiedliche gehandhabt.

Da Firmen einem starken Konkurrenzdruck ausgesetzt sind, wird versucht so viele Produkte wie möglich zu verkaufen. Einerseits lässt sich dies über ein breit angelegtes Produktspektrum angehen, andererseits müssen  Weiterentwicklungen in regelmäßigen Abständen erscheinen und abgesetzt werden.

Damit Firmen eine gewisse Planungssicherheit für die Zukunft haben, um genauer eine Absatzmenge für zukünftige Gerätegenerationen zu kalkulieren, wird in vielen Geräten ein hardware- und/oder softwareseitiger Mechanismus verbaut, der das Gerät nach einer vom Hersteller festgelegten Zeit für den Verbraucher funktionsuntüchtig macht.

Es wird aber nicht nur die Steigerung der Absatzmenge verfolgt, sondern auch eine Kostenreduzierung der Rohstoffpreise.

Wenn Firmen dafür sorgen, dass die Rohstoffe, die sie in das Gerät verbaut haben, in einer absehbaren und planbaren Zeit wieder zurück in den Markt geführt werden, können Preise günstig gehalten und Investitionen besser geplant werden.

Insgesamt können Firmen ihre Produkte günstiger verkaufen und gleichzeitig mehr Gewinn erwirtschaften.

Der Begriff als solches lässt sich auf Bernard London zurückführen. Er veröffentlichte, Anfang der 1930er, ein Schreiben (Ending the Depression Through Planned Obsolescence) in dem er das Geplante Obsoleszenz als einen möglichen Weg aus der Krise darstellte.[12]

 

3.2  Mentale Obsoleszenz

Die mentale Obsoleszenz, oder auch Moralischer Verschleiß genannt, ist ein psychologischer Effekt.

Schon Karl Marx beschrieb den Umstand, dass Gegenstände an Wert verlieren, ohne dass diese unter Verschleiß leiden.

Die vorhandenen Geräte werden durch den technischen Vorschritt nicht schlechter, neue Geräte werden jedoch fortschrittlicher, bzw. werden als „besser“ vermarktet.

Automatisch steigt das Verlangen der Menschen, ihr vorhandenes Gerät gegen ein Neues auszutauschen.

So kaufen Menschen heute nicht nur ein Produkt um damit einen Zweck zu erfüllen (Kein Mensch will eine Waschmaschine, jedoch will jeder saubere Wäsche.), sondern es werden Statussymbole und Konzepte damit verfolgt.

 

 

Analogie aus der Textilbranche:

Man kauft Kleidung nach dem Konzept das man damit verfolgen will (Sportlich, Geschäftlich, etc…).

Nach ähnlichen Kriterien werden heute Geräte von Verbrauchern ausgewählt. Der Verbraucher kauft ein Gerät und hat eine klare Vorstellung davon, wie er nun in der Gesellschaft angesehen wird. Umgangssprachlich werden viele solcher Geräte mit dem Wort „Lifestyle“ verbunden.

Ein anderer Punkt ist, dass Menschen mit dem Kaufen von Produkten ein Erlebnis verbinden (z.B. das schon häufig parodierte abziehen von Schutzfolien bei neuen Geräten).

Durch das Senken der Produktpreise seitens der Firmen, können Menschen viel häufiger neue Produkte kaufen und sich dadurch immer wieder neue „Erlebnisse“ aussetzen.

 

 

 

 

 

 

4    Gerätehoheit

Gerätehoheit beschreibt wie viel „Gewalt“ ein Verbraucher über ein erworbenes Gerät hat. Dabei geht es um Fragen wie modulare Bauweise der Hardware und/oder die Möglichkeit andere oder neue Software auf einem Gerät zu installieren.

Gerätehoheit kann in zwei Teilgebiete gefasst werden. Einmal die Hoheit über die Hardware in einem Gerät und einmal über die Software auf einem Gerät.

Das ist insofern bedenklich, da das „Machtverhältnis“ von dem Verbraucher auf die Hersteller übergeht. Als Verbraucher verliert man die Kontrolle über das Nutzungsverhalten seiner Geräte.

Wohin das im extremen Fall führen kann, hatte Sony bei der Playstation 3 gezeigt. Dort hat man Softwareseitig Funktionen durch Updates entfernt, so dass das Gerät für viele Leute unbrauchbar wurde.[3]

 

4.1  Gründe

4.1.1 Hardware

Geräte werden heute so entwickelt, dass sich Seitens des Verbrauchers nur schwer Komponenten austauschen lassen. Eine Reparatur von defekten Geräten ist also nicht mehr so einfach möglich.

Einerseits wollen die Firmen den potentiellen Kunden so dazu bewegen sich für die nächst teuererer Konfiguration zu entscheiden, da ein eigenes Aufrüsten einzelner Komponenten nicht mehr möglich ist.

Auf der anderen Seite wird versucht die geplante und mentale Obsoleszenz besser voranzutreiben. Wenn Komponenten, die sich nicht Tauschen lassen, die Funktion einstellen, muss zwangsläufig eine Reparatur in Anspruch genommen werden oder ein neues Gerät gekauft werden.

 

4.1.2 Software

Software wird immer mehr an das gekaufte Gerät gekoppelt. Ein Austausch der Software seitens des Verbrauchers ist nicht mehr vorgesehen und ein Verlust der Garantie / Gewährleistung ist häufig die Folge.

Auch hier lässt sich der Grund bei der geplanten/mentalen Obsoleszenz finden.

Durch eine Beschränkung von Hardwareseitigen Funktionen seitens der Software, soll bei dem Kunden schneller das „Verlangen“ nach einem neuen Gerät entstehen.

 

 

 

 

 

 

5    Ökologische Folgen

Die angesprochenen Punkte können große Ökologische Konsequenzen haben.

So werden viele Komponenten nicht von den Herstellern zurückgenommen und gelangen über die unterschiedlichsten Kanäle in Regionen auf der Welt in denen Menschen versuchen sehr giftige Stoffe aus den Komponenten zu extrahieren.

Diese, sehr häufige, unsachgemäße „Materialrückgewinnung“ hat gleich zwei Folgen für die Umwelt.

Es werden sehr viele, nicht verwertete Materialien und Chemikalien direkt in die Umwelt abgeleitet.

Durch die geringe Effizienz bei der Rückgewinnung müssen mehr Rohstoffe für neue Elektronische Bauteile abgebaut werden (z.B. Zink, Tantal etc…).

Das Abbauen solcher Rohstoffe ist sehr energieaufwendig und erfordert den Einsatz von vielen Chemikalien.[9]

 

 

 

 

 

 

6    Zusammenfassend

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Entwicklung in vielen Bereichen „gegenläufig“ ist und nicht im Sinne des Verbrauchers verläuft.

Grundsätzlich kann man auch sehen, dass die Geschwindigkeit der Geräte und auch die der Entwicklung nicht abgenommen hat – die Gerätelebenszeit jedoch gesunken ist.

Die Akzeptanz und das Vertrauen in Technik hat in den Bereichen zugenommen, in denen Firmen viel Geld in die Entwicklung investieren und Innovationen vorantreiben.

Hier kann man den Sektor von Mobilen Endgeräten nennen. In keinem anderen Bereich der Consumer Elektronik, ist die Entwicklung so stetig vorrangeschritten wie in diesem.

Das Ergebnis ist, dass das Vertrauen in diesem Technikbereich gestiegen ist. Ein Smartphone zu besitzen gehört mittlerweile zum „guten Ton“ und ist Gesellschaftlich voll akzeptiert.

Die ökologischen Probleme die viele Geräte von niedriger Qualität erzeugen, sind aktuell noch nicht zur Gänze absehbar. Es steht aber fest, dass viele Menschen in den Abbau- und Rückgewinnungsgebieten unter straken Krankheiten leiden.[9]

Dagegen sollten Lösungen gefunden werden.

 

 

 

7    Lösung der Probleme

 

7.1  Auflagen

7.1.1 Wirtschaftsinterne

Viele Probleme werden mittlerweile „von hinten“ angegangen. So zwingen große Softwarekonzerne wie Microsoft oder Google die Hardwarehersteller dazu, ihre Hardware nach von ihnen aufgestellte Vorgaben zu entwickeln (Displayauflösung, Gehäusequalität, Anschlüsse etc…), damit diese ihr Gerät mit der Software dieser Firmen bewerben/verkaufen dürfen.[13]

Dabei handelt es sich nicht um eine Wünschenswerte Lösung, denn sie kann dazu führen, dass große Konzerne ihre Marktmacht ausnutzen um anderen Firmen ein „Verhaltensmuster“ aufzudrängen. Auch könnten potentielle Innovationen dadurch „im Keim“ erstickt werden.

Leider zeigen jedoch die letzten Jahre, dass dieser Weg sehr effizient ist, wenn es darum geht Innovationen voranzutreiben (zu erzwingen).

So wird heute eine Symbiose/Konzept aus Hard- und Software verkauft. Daher haben Softwarefirmen eine sehr klare Vorstellung davon, wie Hardware in Verbindung mit ihrer Software funktionieren soll.

 

7.1.2 Staatliche

(Inter-)Nationale Behörden versuchen durch gezielte Umweltauflagen die Entwicklung in der Technik maßgeblich zu beeinflussen.

Durch das auferlegen von Strafen oder erhöhten Zöllen kann und wird die Umweltverträglichkeit der Produkte vorangetrieben.

So hat z.B. die EU ein Regelwerk aufgestellt, dass Geräte im Standby maximal 1 Watt Energie verbrauchen dürfen. Dieser Wert soll über die Jahre weiter gesenkt werden.[2]

Auch eine Reglementierung, dass der Hersteller für die Rücknahme verantwortlich ist, wenn das Gerät ausgemustert wird, bringt die Hersteller dazu langlebige Produkte mit weniger Schadstoffen zu bauen. Denn dadurch ergeben sich geringere Kosten bei der Verwertung. Niedrigere Preise können einen Folge sein.

In den USA gibt es Auflagen von der Regierung, dass Regierungseinrichtungen nur Geräte mit speziellen Umweltzertifikaten (z.B. EPEAT) erwerben dürfen.[5]

Unterm Strich lässt sich sagen, dass die Wege in die richtige Richtung führen, jedoch noch nicht weit genug gehen.

So sollte man nicht nur die Umweltverträglichkeit der Produktion und der Elemente innerhalb des Gerätes Richtlinien unterwerfen, sondern auch versuchen die Verpackung und Nachhaltigkeit zu reglementieren.

Der Streit ob eine modulare Bauweise schädlich oder förderlich für die Umwelt sein kann ist gerade erst entbrannt. Eine Einigung ob solche Geräte garnicht erst den Weg in den Handel finden sollten, oder ob solche als unbedenklich eingestuft werden können, dürfte sich erst in der Zukunft, nach weiteren Studien, zeigen.

 

 

7.2  Seitens der Verbraucher

7.2.1 Crowdfunding

Eine gänzlich andere Lösung wird mittlerweile seitens vieler „Verbraucher“ angestrebt.

Anstatt sich mit den Produkten von vielen Firmen zufrieden zu geben, greifen viele selber zum „Zeichenstift“ und kreieren eigene Produkte.

Die Finanzierung der Entwicklung und Produktion wird durch „Crowdfunding“ (Schwarmfinanzierung) gesichert.

Das Prinzip ist folgendes:

Leute haben eine Idee für ein Produkt und stellen diese Idee anderen Leuten auf einer Plattform (z.B. Kickstarter[17]) vor.

Wenn auch andere Leute der Meinung sind, dass es sich um eine gute Idee handelt, dann können sie, mit einem freien Betrag, das Projekt unterstützen. Wenn eine erzielte Summe erreicht wurde, wird das Geld von den Unterstützern abgebucht, und die Produktion kann beginnen.

Die Unterstützer erhalten Gelegenheit Verbesserungsvorschläge und Wünsche zu äußern, wodurch ein Produkt verfeinert werden kann.[15]

7.2.2 OpenSource

Auch die OpenSource Bewegung kann als eine Lösung der Probleme verstanden werden.

Durch quelloffene Hard- und Software können Geräte auch weit über die Garantielaufzeit genutzt werden. Auch eine Entmündigung des Verbrauches findet nicht statt.

Aktuell wird immer mehr Kommerzielle OpenSource Hard- und Software vertrieben.[16]

7.2.3 Der Verbraucher

Grundsätzlich hat der Verbraucher aber immer noch den größten Einfluss.

Denn durch das Kaufverhalten bestimmt er maßgeblich wohin die Entwicklung geht. Es gilt jedoch das Bewusstsein der Leute dahin gehend zu sensibilisieren, um gute und schlechte Produkte besser voneinander zu unterscheiden.

Eine breit angelegte Informationskampagne könnte die Informationen den Verbrauchern nahe bringen die ihnen aktuell noch fehlen.

 

8    Erklärung

Hiermit versichere ich, dass ich Dennis Deutschkämer Student der Hochschule Osnabrück, die vorliegende Hausarbeit selbständig verfasst und keine weiteren, als die hier angegebenen Hilfsmittel verwendet habe.

 

Vlotho, den 11. Februar 2013

 

 

 

Dennis Deutschkämer

 

 

 

 

 

 

9    Literaturverzeichnis

  1. Quarks & Co – Heute gekauft, morgen kaputt (06.11.2012). [Reportage].
  2. Ein-Watt-Verordnung. (2009). Abgerufen am 10.2.2013 von heise: http://heise.de/-291868
  3. Sony sperrt Linux von der PS3 aus. (29.3.2010). Abgerufen am 10.2.2013 von heise: http://heise.de/-965852
  4. 28C3 – The coming war on general computation (2011). [Presentation].
  5. Apple kehrt zum Umweltsiegel zurück. (15.7.2012). Abgerufen am 10.2.2013 von Handelsblatt: http://www.handelsblatt.com/technologie/energie-umwelt/umwelt-news/epeat-apple-kehrt-zum-umweltsiegel-zurueck/6880388.html
  6. Hacking Philosophy. (29.12.2012). Abgerufen am 10.2.2013 von 29C3: http://events.ccc.de/congress/2012/Fahrplan/attachments/2241_29c3-Hacking_Philosophy_Leena_Simon
  7. Jedes zweite Smartphone läuft mit Android. (4.11.2012). Abgerufen am 10.2.2013 von FOCUS Online: http://www.focus.de/digital/handy/50-prozent-marktanteil-in-deutschland-jedes-zweite-smartphone-laeuft-mit-android_aid_852795.html
  8. Moralischer Verschleiß. (10.6.2012). Abgerufen am 10.2.2013 von Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Moralischer_Verschleiß
  9. Sind faire Computer möglich? (29.12.2012). Abgerufen am 10.2.2013 von 29C3: http://events.ccc.de/congress/2012/Fahrplan/attachments/2232_Sind%20faire%20Computer%20möglich_.pdf
  10. Comparison of smartphones. (8.2.2013). Abgerufen am 10.2.2013 von http://en.wikipedia.org/wiki/Comparison_of_smartphones
  11. Obsoleszenz. (31.1.2013). Abgerufen am 10.2.2013 von Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Obsoleszenz

 

  1. London, B. (1932). Ending the Depression Through Planned Obsolescence. Abgerufen am 10.2.2013 von Wikipedia: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/27/London_(1932)_Ending_the_depression_through_planned_obsolescence.pdf
  2. Microsoft mit strikten Vorgaben: nur 3 Gehäuseformen für Windows Phone 7 erlaubt. Abgerufen am 10.2.2013 von Mobiltelefone.net: http://www.mobiltelefone.net/mobiltelefone-news/microsoft-mit-strikten-vorgaben-nur-3-gehaeuseformen-fuer-windows-phone-7-erlaubt-0310.html
  3. org. Abgerufen am 9.2.2013 von http://netzphilosophie.org/
  4. Pebble: E-Paper Watch for iPhone and Android. (kein Datum). Abgerufen am 10.2.2013 von Kickstarter: http://www.kickstarter.com/projects/597507018/pebble-e-paper-watch-for-iphone-and-android
  5. Raspberry PI. Abgerufen am 10.2.2013 von http://www.raspberrypi.org/
  6. Startseite. Abgerufen am 10.2.2013 von Kickstarter: http://www.kickstarter.com/