Jetzt werdet mal nicht Konservativ …

14. September 2014

Hauptsache nicht Berlin!
Hauptsache nicht die Plattform!

So, oder so ähnlich kann man einige Aussagen und Taten deuten, wenn man sich einige neue Beschlüsse und Anträge anschaut.

Es gibt Anträge, welche das „Gendern“ in Texten der Partei verbieten wollen.
Es gibt immer mehr Schwingungen, welche sich wieder von sozialen Themen abgrenzen wollen.

 

„Wir sind keine Linkspartei mit Internetanschluss!“

Das ist richtig! Aber nicht, weil wir „nicht linke Themen“ besetzten, sondern weil wir (Piraten) eine andere Politik machen/wollen! Unsere Intention und die Motivation unterscheiden sich häufig erheblich von anderen Parteien im „linkeren“ politischen Spektrum.

 

Nun werden immer mehr Anträge gestellt und Beschlüsse gefasst, bei denen man merkt und merken soll, dass man sich von gewissen „Ideologien“ distanzieren möchte.

 

Vertreten werden diese „Ideologien“ von einigen Menschen, welche sich in Teilen in der Progressiven Plattform organisieren.

 

Viele dieser Menschen, sind sehr polarisierend und – wenn man so sagen will – „penetrant“ im Versuch die eigenen Ansichten durchzusetzen.

 

Diskussionen um Themen sorgten/sorgen häufig für sehr viel Ärger und Streit und enden meist auf einer sehr persönliche Ebene.

 

So verband man, über die Zeit, gewisse Themen/Ansichten mit gewissen Menschen. (Ich erinnere mich da an „Themen, statt Köpfe!“)

 

Um also den Diskussionen aus dem Weg zu gehen, welche wahrscheinlich wieder für Ärger und/oder Streit sorgen könnten, wollen einige diesen Themenfelder/Ansichten aus dem „Parteileben“ mittels Antrag auf Vermeidung/Unterlassung/Verbot, rausnehmen.

 

Was ein Quatsch…

 

Diskussionen vor dem entstehen ersticken zu wollen, schafft keinen Diskurs. Schafft keine neue Ansicht auf schon vorhandene Themen. Schafft keinen Blick über den Tellerrand hinaus. Und schafft kein Verständnis für viele Menschen innerhalb der Gesellschaft.

 

Das Internet, als Kommunikation Plattform, um den Bogen auf die sog. „Kernthemen“ zu spannen, ist ein gewaltiges technisches Werkzeug, aber nur durch eine soziologische Motivation wurde es erschaffen. Und nur durch die soziologische Motivation eines jeden Menschen ist es zu dem geworden, was es heute ist.

 

Ich persönlich möchte meinen Kopf nicht vor anderen Ansichten oder Themen verschießen, auch wenn diese für mich als „weit hergeholt“ oder gar „unsinnig“ erscheinen. (Das Fass mit den Narrativen lass ich mal zu…)

 

Ich möchte auch in Zukunft mit Hilfe von anderen Themen/Ansichten meine Eigenen Themen/Ansichten verfeinern und ausbauen!

Es gehört für mich zur persönlichen Weiterentwicklung eines Menschen und auch einer Partei dazu.

 

Eine inhaltliche „Verbotspolitik“ sollte nicht das Mittel sein, um Streit und Ärger aus dem Weg zu gehen.
Vielmehr müssen wir die Fähigkeit erlangen, Diskussionen auf der Sachebene zu belassen und nicht in die Vorwurfshaltung, Vorverurteilung oder in Beschimpfungen verfallen – denn das schafft eine Thematische Ablehnung!

 

Und damit spreche ich alle „Seiten“ an!

 

Also immer schön den Kopf für etwas Neues frei halten und neue Wege bestreiten 😉